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14 October 2014
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Audio 1clip 1

Talking about a family business

Herbert Walter: Ich bin hier geboren; und das ist mein Elternhaus. Und mich hat es nach dreizehn Jahren Fremde einfach wieder in meine Heimat zurückgezogen. Nach dem Tod meines Vaters habe ich es dann umgebaut zu dem, was es jetzt ist - nämlich zu unserer Entwicklungsabteilung Mechanik. Hier ist also die mechanische Konstruktion und die elektronische Konstruktion untergebracht. Wir stecken den größten Teil unseres Gewinns in die Entwicklung. Damit sind wir Spitze mit unseren Produkten. Das wissen unsere Kunden; und sie honorieren das.



Heinz Gauss: Das Betriebsklima war eigentlich von Anfang an sehr gut. Wir waren alle von der näheren Umgebung, kannten einander. Wir haben ein gutes Verhältnis zu unserem Chef gehabt - immer. Wir haben die Kameradschaft sehr gepflegt. Also, nach der Arbeit wurden auch manche Feste gefeiert. Wir hatten jedes Jahr einen Betriebsausflug. Hatten Weihnachtsfeiern, wo also auch ziemlich gefeiert wurde. Und dies haben wir bis heute, Gott sei dank, noch halten können. Und haben immer noch ein - zur Größe entsprechend - ein sehr gutes Betriebsklima.



Interviewer: Wie würden Sie Ihren Betrieb charakterisieren? Was für eine Atmosphäre möchten Sie gern schaffen?
Herbert Walter: Ja, 'ne möglichst kollegiale. Mir ist das auch gelungen; sowohl in unserem Betrieb, wo die Maschinen hergestellt werden, als auch hier in der Entwicklung, haben wir ein phantastisches Betriebsklima.

Audio 2clip 2Talking about...

... the weaknesses of a small business

Götz Klusman: Zur Schwäche unseres Unternehmens gehört zweifellos die Größe. Wir sind ein kleines Unternehmen. Wir sind nicht finanziell so stark wie die Großunternehmen, die über längere Durststrecken ohne Probleme hinwegkommen. Wir müssen eigentlich immer dafür sorgen, dass wir wirtschaftlich rentabel und profitabel arbeiten.

... the strengths of a small business

Götz Klusman: Unsere Stärke ist die Flexibilität, die kurzen Entscheidungswege, die schnellen Entscheidungen und das Eingehen, das unmittelbare Eingehen auf Kundenwünsche und auf die Lösung von Problemen, die uns von Kunden herangetragen werden. Da sind wir sehr viel flexibler und anpassungsfähiger als die Großunternehmen.

... and about shared responsibilities

Götz Klusman: Die Rollenverteilung zwischen Herrn Walter und mir kann man etwa so beschreiben: ich versuche, der Kopf des Unternehmens zu sein und Herr Walter ist das Herz des Unternehmens. In einem guten Unternehmen - einem gut geführten Unternehmen - müssen beide Funktionen besetzt sein. Wenn man zwei Köpfe hat, ist es schlecht. Und wenn man zwei Herzen hat, ist es auch schlecht.

Audio 3clip 2

The effects of privatisation on business

Interviewer: Finden Sie, dass ein Betrieb wie der Ihrige besser als staatliches oder als Privatunternehmen arbeitet?
Klaus Oschatz: In unserer Branche sicherlich privat. Weil staatlicher Betrieb heißt auch Haushaltsfinanzierung: Haushaltsfinanzierung heißt eine gewisse Reglementierung. Reglementierung ist immer auch Beschränkung der Möglichkeiten. Und das kann man eigentlich in dieser Branche sich nicht erlauben.




Interviewer: Herr Dr Boden, was hat sich mit der Privatisierung Ihres Unternehmens geändert?
Dr Boden: Zunächst einmal haben wir nach der Wende massiv Personal abbauen müssen, das war nicht leicht und hat zu einer Verschlechterung des gesamten Betriebsklimas geführt.
Interviewer: Sie hatten früher rund zweieinhalbtausend Mitarbeiter hier, und heute?
Dr Boden: Heute wird die gleiche Arbeit nur von neunhundertundzwanzig Mitarbeitern verrichtet. Allerdings haben wir stark in neue Technologien investiert, viele der Fließbandarbeiten werden heute von Robotern ausgeführt.
Interviewer: Gibt's denn auch positive Seiten, die die Privatisierung mit sich gebracht hat?
Dr Boden: Ja, sicherlich - weniger Reglementierung, mehr Flexibilität. Wir können heute sehr viel schneller auf Kundenwünsche reagieren. Und die Beschaffung von Kapital für zukünftige Investitionen ist heute sehr viel leichter.
Interviewer: Und wie sehen die Pläne für die Zukunft Ihres Unternehmens aus?
Dr Boden: Wir haben vor, in den nächsten Jahren die Produktion zu erweitern sowie eine Tochterfirma in Polen zu eröffnen, vorausgesetzt, dass wir weiterhin so gute Umsätze machen, wie in den letzten zwei Jahren.


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